Was sind eigentlich ideomotorische Bewegungen?

Jeder Gedanke wird bevor wir ihn aussprechen zu einer Bewegung. Wir haben früh gelernt diese Bewegungen weitestgehend zu unterlassen – jedenfalls die deutlich sichtbaren. Damals, als Kinder haben wir zuerst mit dem ganzen Körper gedacht, geantwortet, gesprochen. Später mit den Händen – und nachdem wir nunmehr von vielen Seiten gesagt bekamen, dass wir doch still sitzen, nicht so rumzappeln und überhaupt einfach nicht so aktiv sein sollen, haben wir uns auch das abgewöhnt.
Allerdings, nur scheinbar. Denn weiterhin werden diese Bewegungen unbewusst ausgeführt. Ob wir wollen oder nicht, unser Körper spricht.
Die Augenbewegungsmuster sind dafür ein wunderbares Beispiel. Wir können nur sehr schwer kontrollieren wohin unsere Augen schauen, wenn wir versuchen bspw. innere Bilder abzurufen. Wenn Sie die Frage hören: kannst Du mal bitte an einen Bär denken? , dann werden Sie, um ihn wirklich visualisieren zu können, nach oben schauen.
Das ist eine ideomotorische Bewegung.

Was kann man aus ideomotorischen Bewegungen lesen?

Als genauer Beobachter mit einem ungeübten Lügner – kann man die Wahrheit lesen :)
Generell lassen sich aber eher solche Dinge lesen wie: Stimmung, Unwohlsein, allgemeines Wohlbefinden, starke oder schwache Reaktion auf ein bestimmtes Thema, etc.

Ist es möglich die verräterischen ideomotorischen Bewegungen zu verhindern?

Mit viel Übung ja. Aber auch nicht alle.
Die Bewegungen der Pupille lassen sich ebenso wenig steuern wie Schweißdrüsen, Hautspannung und Pulsschlag.
Diese vier Merkmale sind es auch, die moderne Lügendetektoren erfassen.